Investorensuche für Thurn Gruppe auf Hochtouren

  • Eröffnung des Regelverfahrens am 1.12.2017
  • Angebote von vier potenziellen Investoren liegen vor
  • Entscheidung über Investorenkonzepte bis Ende des Jahres angestrebt

Bonn, 11. Dezember 2017 – Die Investorensuche beim Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelhersteller Thurn Gruppe, zu der insbesondere die insolventen Thurn Produkte GmbH und AT Abfüllbetrieb Greven GmbH gehören, läuft derzeit auf Hochtouren. Innerhalb des strukturierten, internationalen Investorenprozesses, mit welchem das Beratungshaus KPMG beauftragt wurde, liegen derzeit vier Angebote potenzieller Interessenten vor. Eine abschließende Entscheidung über die entsprechenden Konzepte wird bis Ende des Jahres angestrebt.

Die zunächst geplante Sanierung der beiden Unternehmen in der Eigenverwaltung erschien nicht weiter sinnvoll, da im Laufe des Verfahrens ein Investorenkonzept verfolgt und damit eine Sanierung aus Eigenmitteln nicht mit der aus Kundensicht erforderlichen Sicherheit umsetzbar war. Das Amtsgericht Bonn hat daher dem Verfahrenswechsel zugestimmt und das Regelinsolvenzverfahren zum 1. Dezember 2017 eröffnet. Als Folge kann eine übertragende Sanierung durch den Verkauf des Unternehmens rascher und effizienter durchgeführt werden. Zum Insolvenzverwalter wurde Dirk Obermüller, Partner des überregional tätigen Beratungshauses dhpg aus Bonn, bestellt. Er hat die Sanierung als vorläufiger Sachwalter von Beginn an begleitet.

„Die Investorenangebote lassen erkennen, dass unterschiedliche Konzepte für die Thurn Gruppe denkbar sind“, sagt Dirk Obermüller, Rechtsanwalt und Partner der dhpg sowie Insolvenzverwalter im Verfahren. „Wir sind derzeit in intensiven Gesprächen mit allen Beteiligten und planen bis Ende des Jahres eine Entscheidung zu treffen.“

Die Produkte des Wasch-, Putz- und Reinigungsmittelherstellers Thurn sind in den Regalen führender Discounter und Drogerien sowie im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland vertreten. Das Unternehmen betreibt vier Produktionsstätten in Neunkirchen-Seelscheid, Greven, Kerkrade und Much. Das niederländische Werk in Kerkrade ist vom Verfahren nicht betroffen. Die Unternehmen erwirtschafteten im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro und beschäftigen über 450 Mitarbeiter. Insolvenzbedingt wurden bis dato keine Kündigungen ausgesprochen.

Über dhpg:
Die dhpg ist eines der führenden, mittelständischen Beratungsunternehmen in Deutschland, das sich auf die Kernbereiche Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung sowie Insolvenzverwaltung und Sanierungsberatung spezialisiert hat. Das inhabergeführte Unternehmen gehört mit mehr als 500 Mitarbeitern an zehn Standorten zu den 15 größten seiner Branche. Die dhpg ist Teil des Nexia-Netzwerks, das mit über 28.000 Mitarbeitern in 120 Ländern und einem Umsatzvolumen von 3,2 Milliarden US-Dollar zu den Top 10 der internationalen Beratungs-Netzwerke zählt.

Über Dirk Obermüller:
Dirk Obermüller ist Partner der dhpg. Als Rechtanwalt übt er eine umfangreiche Tätigkeit als gerichtlich bestellter Gutachter, Insolvenzverwalter und Sachwalter aus. Er ist spezialisiert auf Sanierungs- und Insolvenzberatung, Mitglied im Verband der Insolvenzverwalter Deutschlands e.V. sowie im Arbeitskreis für Insolvenzwesen Köln e.V.

Über KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft:
KPMG gehört weltweit zu den führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen und ist in Deutschland mit rund 10.000 Mitarbeitern an mehr als 20 Standorten präsent. In den letzten Jahren baute KPMG in Deutschland den Bereich der Sanierungs- und Insolvenzberatung stark aus. Durch unsere erfahrenen Sanierungsexperten konnte entscheidend zur Sanierung zahlreicher Unternehmen beigetragen werden. Dazu gehörte auch die erfolgreiche Investorensuche für mehr als 30 Unternehmen aus Insolvenzsituationen heraus.

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