Insolvenz MS Westfalia GmbH: Restrukturierungsweg wird fortgesetzt

 

Bonn/Wuppertal, 4. Dezember 2020 – Nach dem Antrag der Geschäftsführung der Firma MS Westfalia GmbH auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hatte das Amtsgericht Bonn am 1.12.2020 der Eigenverwaltung zugestimmt. In der Insolvenz in Eigenverwaltung bleibt Herr Daniel Kagan weiter als aktiver Geschäftsführer im Amt. In der Sanierung wird er von den Anwälten Dr. Marc d'Avoine und Robin Schmahl – beide ATN-Rechtsanwälte – begleitet und unterstützt. Das Gericht hat den Restrukturierungsexperten Dirk Obermüller, Rechtsanwalt und Partner der dhpg in Bonn, zum Sachwalter bestellt. Alle Beteiligten sind optimistisch, für MS Westfalia eine stabile Zukunft erreichen zu können.

Löhne und Gehälter gesichert 

Zurzeit beschäftigt MS Westfalia gut 120 Mitarbeiter und 10 Auszubildende. Der Geschäftsbetrieb wird vollumfänglich fortgeführt, um die Möglichkeiten für eine Sanierung zu erhalten. Geschäftsleitung und Belegschaft sowie wesentliche Lieferanten und Kunden haben bereits Unterstützung bei der Fortführung und der Sanierung signalisiert. Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Januar 2021 gesichert. 

Auftragslage eingebrochen

Am 23.10.2020 verstarb der Gründer der Antragstellerin, Herr Eugen Kagan. Sein Sohn Daniel Kagan übernahm im Oktober 2020 die Geschäftsführung der Unternehmung. Die Auftragslage der Antragstellerin ist seit dem Sommer 2020 massiv eingebrochen. Ohne neue Aufträge, die zwar verhandelt werden, aktuell aber noch nicht erteilt wurden, würde Ende Januar 2021 Zahlungsunfähigkeit eintreten. 

Die MS Westfalia GmbH ist ein Hersteller von medizintechnischen Apparaten und Materialien und beliefert weltweit überwiegend Krankenhäuser mit technischen Behandlungsgeräten, u.a. für Patienten mit Lungenerkrankungen. Sie bietet zusätzlich Wartungs- und Reparaturdienstleistungen sowie Schulungen an. Qualität und Leistungen der MS Westfalia sind im Markt hoch angesehen und weltweit bekannt. MS Westfalia erzielt in 2020 voraussichtlich ca. € 22,0 Mio. Umsatz. 

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Pressekontakt
Robin Schmahl
Schmahl@atn-ra.de 

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Über ATN Rechtsanwälte
ATN ist eine überörtlich tätige Anwaltskanzlei, die auf Sanierung und Restrukturierung spezialisiert ist. Ca. 100 Köpfe zählt das versierte Team aus Anwälten, Steuerberatern, Kaufleuten und Fachangestellten verschiedener Ausprägung. Projektführer im Fall MS Westfalia sind die Anwälte RA Dr. Marc d’Avoine, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht und Fachanwalt für Steuer-recht, Robin Schmahl, Fachanwalt für Insolvenz- und Arbeitsrecht und RA Paul Michels, Dipl. Kaufmann. 

Über dhpg
Die dhpg ist eines der führenden, mittelständischen Prüfungs- und Beratungsun-ternehmen in Deutschland, das sich auf die Kernbereiche Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Rechtsberatung, Insolvenzverwaltung und Sanierungsberatung sowie IT-Services spezialisiert hat. Das inhabergeführte Unternehmen gehört mit mehr als 600 Mitarbeitern an elf Standorten zu den 15 größten seiner Branche. Dirk Obermüller, Rechtsanwalt und zertifizierter Restrukturierungsberater, ist der Sachwalter im Verfahren MS Westfalia.

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