Trotz belegbarer Umsatzeinbußen: Kein Kurzarbeitergeld für Zahnarztpraxen?

 

Die Zahnarztpraxen in Deutschland sind aufgrund der derzeitigen Lage von erheblichen Umsatzeinbrüchen betroffen. Vor diesem Hintergrund nutzen viele Praxen die Möglichkeit, Kurzarbeitergeld zu beantragen. 

In den letzten Tagen häufen sich allerdings die Rückmeldungen von Zahnarztpraxen, die einen Antrag auf Kurzarbeitergeld bei der Agentur für Arbeit gestellt haben, dieser aber abgelehnt wurde. Die Ablehnung begründet die Arbeitsagentur damit, dass Vertragsärzte bei einem auf einer Pandemie beruhenden Honorarausfall von mehr als 10 % einen Anspruch auf Ausgleichszahlung – vergleichbar einer Betriebsausfallversicherung – hätten und damit kein Anspruch auf Zahlung des Kurzarbeitergelds besteht.

Laut Bundesärztekammer ist die Begründung der Agentur für Arbeit offensichtlich rechtsfehlerhaft, da der Ausgleichsanspruch für Vertragszahnärzte nicht gilt. Der Verband hat zudem bereits zum Ministerium Kontakt aufgenommen.

Wichtig: Haben Sie einen ablehnenden Bescheid erhalten? Dann sollten Sie umgehend diesem Bescheid widersprechen und Rechtsmittel einlegen. Die spezialisierten Fachanwälte für Arbeitsrecht der dhpg helfen Ihnen gerne dabei.

Lutz Florian Weber

Steuerberater

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