Tax Compliance Strukturen schaffen, Risiken minimieren

Einhaltung von Steuergesetzen sicherstellen

Hinter dem Begriff „Tax Compliance“ verbirgt sich zunächst die Pflicht, geltende Steuergesetze sowohl vollständig als auch fristgerecht zu erfüllen. Doch der Begriff geht darüber hinaus: Die  Finanzverwaltung ruft Unternehmen auf, funktionsfähige Strukturen zu schaffen.

Ein innerbetriebliches Kontrollsystem minimiert Risiken

Ob Steuer-CDs oder Schmiergeldaffären: Steuerehrlichkeit und -gerechtigkeit sind in den vergangenen Jahren vermehrt in den öffentlichen Fokus gerückt. Der Gesetzgeber und die Finanzverwaltung haben die strafrechtliche Relevanz der Steuererklärungspflichten verstärkt in den Blick genommen. In diesem Kontext ist der neue Anwendungserlass der Finanzverwaltung zu sehen, der sich mit der Abgrenzung der strafbefreienden Selbstanzeige von der schlichten Berichtigung befasst. Letztlich geht es um die Frage, wie mit Fehlern und Verstößen gegen steuerliche Vorschriften umzugehen ist. Die Einrichtung eines innerbetrieblichen Kontrollsystems kann dazu beitragen, Vorsatz oder Leichtfertigkeit auszuschließen – so der Erlass.

Was ist ein innerbetriebliches Kontrollsystem?

Eine allgemein gültige Definition für ein innerbetriebliches Kontrollsystem zur Erfüllung steuerlicher Pflichten, in diesem Zusammenhang häufig auch als Tax Compliance Management System (Tax-CMS) bezeichnet, gibt es nicht. Jedes Unternehmen muss die Grundsätze und Maßnahmen, die ein regelkonformes Verhalten der gesetzlichen Vertreter und Mitarbeiter sicherstellen, individuell festlegen. Im Kern heißt dies, eine unternehmensinterne Steuerung und ein Monitoring zur Einhaltung von steuergesetzlich normierten Pflichten, wie zum Beispiel der fristgerechten Abgabe von Steuererklärungen, aufzubauen. Neben einer Fehlervermeidung durch Prozesskontrollen und -überwachung kann ein innerbetriebliches Kontrollsystem auch eine aktive Gestaltungsaufgabe im Rahmen des bestehenden und sich veränderndem Steuerrechts beinhalten. Das Verständnis und die Ziele eines solchen Systems hängen stark von der jeweiligen Unternehmensführung und deren Umgang mit steuerlichen Risiken, dem Risiko einer Managerhaftung und möglichen Reputationsrisiken, wenn Fehlverhalten an die Öffentlichkeit dringt, ab.

Tax Compliance Management System: Wir beraten Sie pragmatisch und umsichtig

Fehler und Verstöße können immer und ohne Vorsatz geschehen. Minimieren Sie mögliche Risiken, in dem Sie die Hinweise der Finanzverwaltungen nutzen und sich gut aufzustellen. Sprechen Sie mit Ihrem Berater der dhpg, legen Sie gemeinsam Tax-Compliance-Ziele fest und analysieren den Ist-Zustand. Hier gilt es, individuelle Risikofelder auszumachen und zu bewerten. Anschließend werden die wesentlichen Handlungsfelder durch die Umsetzung geeigneter organisatorischer Maßnahmen überwacht und damit vermindert. Daneben erfordert ein innerbetriebliches Kontrollsystem – soll es im „Ernstfall“ Schutz vor steuerstrafrechtlichen Vorwürfen bieten – eine von Dritten nachvollziehbare Dokumentation zur Aufbau- und Ablauforganisation sowie einer Wirksamkeitsprüfung in regelmäßigen Abständen. Auch hier können wir Sie unterstützen.

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