Gut vorbereitet für die Einreise in die USA mit The Wolf Group Aus dem Netzwerk Nexia

Interview: CPA Len Wolf, The Wolf Group

Jedes Jahr erreichen Tausende Besucher und neue Immigranten die USA. Gleichgültig, ob eine private oder geschäftliche Reise, ein kürzerer oder längerer Aufenthalt geplant ist: Vor der Einreise gibt es eine Vielzahl an Dingen zu beachten. dhpg aktuell sprach darüber mit einem unserer internationalen Nexia-Netzwerkpartnern The Wolf Group mit Sitz in Washington, DC. CPA Len Wolf, Managing Director von The Wolf Group, gab uns einen kurzen Überblick über die wichtigsten Fragestellungen, die im Zusammenhang mit einer Einreise in die USA, aber auch den steuerlichen Aspekten zu beachten sind:

Welche Überlegungen sind generell vor einer Reise zu treffen?

Wer einen Aufenthalt in den USA plant – sei es nur vorübergehend oder permanent – sieht sich mit einer Reihe von Regelungen konfrontiert. Verbunden mit rasch und nicht immer vorhersehbaren Änderungen sollten sich ausländische Besucher, die eine solche Reise planen, mit den aktuellen Bestimmungen und Einschränkungen, die sie möglicherweise betreffen, vertraut machen. Die professionelle Beratung eines erfahrenen und auf Fragen der Immigration spezialisierten Rechtsanwalts ist da hilfreich. Dieser unterstützt nicht nur in Visa-Fragen, sondern erkennt bereits im Vorfeld mögliche Themen, die einem Visumsantrag im Wege stehen könnten, und hilft bei deren Lösung. Generell kann man die nachfolgenden drei Punkte als Empfehlung geben:

  • Erstens: Bewerber, die sich um ein Visum in den USA bemühen, sollten alle Fragen ihres Antrags ehrlich beantworten. Ein zurückliegendes kleineres, kriminelles oder alkoholbedingtes Delikt irgendwo auf der Welt zum Beispiel nicht anzugeben, kann eine Zulassung lebenslang versperren.
  • Zweitens: Wer mit einem bereits im Ausland ausgestellten Visum einreist, muss dieses trotzdem beim Eintritt in die USA (beispielsweise am Flughafen, der Landesgrenze etc.) durch einen Einreisebeamten prüfen und bestätigen lassen, der – und dies ist häufig der Fall – nochmals nach eigenem Ermessen entscheidet. Amy Novick, eine Rechtsanwältin der Kanzlei Haynes Novick Immigration, berichtet, dass die Mobiltelefone und Laptops von zwei ihrer Mandanten geprüft wurden, um den Beamten in seiner Entscheidungsfindung bei der Frage nach den „wahren“ Absichten der Einreise zu unterstützen.
  • Zuletzt: Reisende aus Syrien, Sudan, Iran, Somalia, Libyen und Jemen können sich unter Umständen mit speziellen Bestimmungen konfrontiert sehen, die ihre Einreise verhindern. Letztlich müssen alle Nationalitäten des Mittleren Ostens mit einer verstärkten Kontrolle rechnen.

Welche steuerlichen Überlegungen gilt es vorab zu treffen?

Abhängig vom Visum und von der Länge des Aufenthalts kann ein ausländischer Bürger in den USA steuerpflichtig werden. Zur Steuerpflicht wird unter Berücksichtigung des Doppelbesteuerungsabkommens das gesamte weltweite Einkommen herangezogen, unabhängig davon, ob der Steuerpflichtige seinen aktuellen Wohnsitz in den USA hat oder nicht. Darüber hinaus sind ausländische Bankkonten (eigene und solche mit Verfügungsvollmacht) offenzulegen und Vermögenswerte zu spezifizieren. Geschieht dies nicht oder sind die Angaben fehlerbehaftet, kann dies signifikant hohe Strafen nach sich ziehen. Eine vorausschauende Steuerplanung vor der Einreise kann helfen, oftmals mehrere Tausend Dollar an Bundes- und Landessteuern zu sparen.

Muss ich Vorkehrungen treffen, wenn ich wieder ins Ursprungsland zurückkehren möchte?

Überlegt sich ein „Green Card“-Inhaber, das Land wieder zu verlassen, sollte auch dies gut durchdacht sein. Wer zum Zeitpunkt der Abgabe seiner Green Card bereits acht bis 15 Jahre in den USA permanent gearbeitet hat, muss mit einer so genannten Exit Tax rechnen. In der Regel betrifft dies allerdings nur Personen, die ein weltweites Vermögen (inklusive z.B. auch Pensions- und Rentenansprüchen) über 2 Mio. US$ haben. Für sie stellt dies natürlich eine enorme steuerliche Belastung dar. Die gute Nachricht ist, dass eine vorausschauende Steuerplanung in vielen Fällen diese Steuer vermindern oder verhindern kann.

Zusammenfassend heißt es also: Halten Sie die Kosten im Blick, indem Sie Ihren Aufenthalt vorab gut planen und dann: Willkommen im Land der Möglichkeiten!

 

Über The Wolf Group:
The Wolf Group mit Sitz in Washington, DC ist auf Einkommensteuerfragen für internationale Mandanten spezialisiert. Dazu gehören sowohl ausländische Privatpersonen, die in den USA arbeiten, als auch US-Bürger, die im Gegenzug im Ausland arbeiten und eine Beratung in steuerlichen und finanziellen Fragestellungen benötigen. Zudem berät The Wolf Group mittelständische Unternehmen in Fragen zu Arbeitnehmerentsendungsprogrammen.

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