Inbound Services Nach Deutschland expandieren

Interview: Andreas Stamm und Sascha Erger

Die gute Konjunktur in Deutschland lockt immer mehr ausländische Unternehmen ins Land. Will ein Unternehmen in Deutschland eine inländische Tochtergesellschaft, Niederlassung oder Repräsentanz gründen, so stellen sich viele Fragen – von der Gewerbeanmeldung über steuerliche Fragen bis hin zur korrekten Lohnabrechnung. Oft ist ein geeigneter Steuerberater die erste Anlaufstelle, um all diese Dinge abzuklopfen. Die dhpg hat ein Spezialistenteam aufgebaut, das sich – basierend auf einem standardisierten Prozess – um alle Belange dieser Unternehmen kümmert.

Welche Fragestellungen stehen für Unternehmen, die sich in Deutschland niederlassen möchten, an oberster Stelle?

Sascha Erger: Viele Unternehmen möchten expandieren. Das wirft die Frage auf, wie sich der neue Standort in das Unternehmenskonstrukt einfügt. Ganz oben auf der Liste steht daher die Frage nach der optimalen Unternehmensform. Gründe ich eine unabhängige Tochter, eine Zweigniederlassung oder doch eher eine Betriebsstätte, deren selbstständiges Handeln rechtlich eingeschränkt ist? Sollte sie als Personen- oder Kapitalgesellschaft geführt werden? Welche Institutionen müssen über die unternehmerische Aktivität informiert werden? Und natürlich ganz wichtig: Wann kann ich starten? Denn schließlich möchte kein Unternehmen unnötige Zeit verschwenden.

Andreas Stamm: Die Wahl der Rechtsform ist für die Gründer ungemein wichtig, da das Unternehmenssteuerrecht in Deutschland nicht rechtsformneutral gestaltet ist. Vielmehr hängt sowohl die laufende Besteuerung als auch die Besteuerung des Einstiegs bzw. Ausstiegs aus dem unternehmerischen Engagement von der Rechtsform ab. Bei einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft ist zum Beispiel das Thema des Anspruchs auf Erstattung oder Freistellung von Kapitalertragsteuer auf eine Ausschüttung relevant. Derzeit ist im internationalen Steuerrechtumstritten, ob völkerrechtliche Privilegien (in Form von Doppelbesteuerungsabkommen oder EU-Richtlinien)durch nationale Vorschriften eingeschränkt werden dürfen. Hinzu kommen in vielerlei Hinsicht umfassende Dokumentationspflichten. Je nach Unternehmen ist ein Tax Compliance Management System zum Schutz vor Sanktionen dringend zu empfehlen. In Summe: Unternehmen, die nach Deutschland expandieren möchten, haben viele Fragen zu klären.

Sind Unternehmen umfassend genug informiert?

Sascha Erger: Unternehmen, die nach Deutschland expandieren möchten, haben sich umfassend über Standortfaktoren informiert und wissen meist ganz gut, wo sie sich sinnvollerweise niederlassen. Sie haben ehrgeizige Pläne wie Wachstumsziele und benötigen ihre wichtigen Ressourcen, um den Eintritt in den Markt gut zu bewältigen. Natürlich unterscheiden sich die Vorschriften von denen im eigenen Land. Zudem ist es recht schwer, eine Transparenz im Dickicht der verschiedenen zuständigen Behörden mit unterschiedlichen Bearbeitungszeiten und Genehmigungsverfahren zu erhalten – insbesondere dann, wenn das ausländische Unternehmen nicht aus dem EU-Raum stammt. Das macht nicht unbedingt immer Freude, zumal neue Unternehmen in der Regel noch nicht mit einem großen Mitarbeiterstamm an den Start gehen. So kommt auch ein Ressourcenthema dazu. Ganz zu schweigen davon, dass natürlich auch die Kosten nicht immer auf Anhieb zu erkennen sind.

Wie sieht ein standardisiertes Verfahren aus?

Andreas Stamm: Das standardisierte Verfahren hängt natürlich stark von der Wahl der Unternehmens- und Rechtsform ab. Folgende Punkte passen aber immer: Jedes Unternehmen sollte sich erstens informieren, welche Gründungsformalitäten es gibt. Dazu gehört beispielsweise die Registrierung bei den Steuerbehörden, bei dem Handelsregister, bei der Industrie- und Handelskammer und bei dem Gewerbeamt. Dort erfährt man auch, was man zusammenstellen sollte, und kann darauf hinarbeiten. Zweitens ist es wichtig, die rechtlichen Gründungsunterlagen wie den Gesellschaftsvertrag bzw. die Satzung und die Vollmacht zur Vertretung des Mandanten bei der Gründung der Gesellschaft von einem deutschen Notar beglaubigen zu lassen. Und drittens, sich über grundlegende zu beachtende Vorschriften, insbesondere zu den Bereichen Ertragsteuern, Rechnungslegung und Jahresabschlussprüfung sowie Deklarationspflichten, zu informieren.

Und was ist, wenn dazu schlichtweg Zeit und Manpower fehlen? Wie kann man sich entlasten?

Sascha Erger: Die dhpg bietet Unternehmen, die sich in Deutschland ansiedeln, einen speziellen Service. Ein interdisziplinär arbeitendes Team aus Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern und Rechtsanwälten kümmert sich um die gesamte Unternehmensgründung. Dabei hat das Team in der Beratung alle steuerlichen und rechtlichen Auswirkungen im Blick. Auch nach der Gründung kann sich ein Unternehmen entlasten – sei es in der Buchhaltung, bei der Erstellung des Jahresabschlusses oder aber auch in Fragen des Arbeitsrechts oder der Gehaltsabrechnung. Gemäß unserem Claim „Wir beraten Sie persönlich“ hat das Unternehmen nur einen Ansprechpartner, der die Belange aufnimmt und im Team organisiert. Interessante Pakete zu Fixpreisen sind ebenfalls vereinbar, sodass die oben angesprochene Frage der Kostentransparenz auch gegeben ist. Und wer plant, Mitarbeiter aus dem Mutterhaus für ein Projekt oder eine längere Zeit in Deutschland einzusetzen, dem steht ein Team aus Spezialisten im Bereich der Arbeitnehmerentsendung für Fragen zur Verfügung.

Vielen Dank.

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