IT-Sicherheit Mittelstand im Visier

Wie man sich schützen kann?

Der Gedanke, das eigene Unternehmen könnte Ziel eines Hackerangriffs werden, ist nicht weit verbreitet. Doch das Öffnen einer täuschend echt aussehenden E-Mail oder das Eingeben des eigenen Kennworts in eine gefälschte Bank-Internetseite kann jedem Nutzer passieren. Schon mit einfachen, frei zugänglichen Hackerprogrammen kann großer Schaden angerichtet werden. Was kann man tun, um gewappnet zu sein?

1. Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter
Nutzen Sie alle Kommunikationsmedien in Ihrem Unternehmen, um Mitarbeiter über mögliche Risiken zu informieren – sei es das Intranet, die Mitarbeiterzeitung und das persönliche Gespräch. Auch in der Mitarbeiterkommunikation gilt: Was selbst erlebt wird, bleibt im Gedächtnis. Schulungen mit Live-Anwendungen erscheinen aufwändig, sind jedoch mit Abstand die beste Plattform für eine wirksame Sensibilisierung.

2. Richten Sie ein Meldewesen für Sicherheits- und Verdachtsfälle ein
Informieren Sie Ihre Teams, sobald sich eine Bedrohung abzeichnet. Benennen Sie einen Sicherheitsbeauftragten, der die Vorfälle sammelt und aufbereitet, einschätzt und ggfs. Maßnahmen einleitet. Wählen Sie dazu einen Mitarbeiter aus, der sich sowohl durch hohe fachliche Kompetenz als auch durch Akzeptanz im Unternehmen auszeichnet. Geben Sie im Zweifelsfall Unterstützung durch externe Experten, da die technischen Entwicklungen in diesen Themen komplex sind und schnell voranschreiten.

3. Verhindern Sie das Öffnen unbekannter Programme
Viele Verstöße erfolgen, weil das notwendige Wissen fehlt und nicht, weil der Mitarbeiter dem Unternehmen schaden möchte. Legen Sie fest, welche Programme gestartet werden dürfen. Verhindern Sie, dass ein Ausführen unerwünschter Programme mit Hilfe von Standard-Bordmitteln überhaupt möglich ist. Letzteres ist schon mit einfachen Mitteln möglich.

4. Sichern Sie Ihre Daten
Ein gut funktionierendes Datensicherungskonzept ist unerlässlich. Gesicherte Daten können herangezogen werden, falls ein Virus doch einmal einen Schaden anrichtet und Daten verschlüsselt, verändert oder löscht. Vermeintliche Lösungsgelder für die Entschlüsselung von Daten können so vermieden werden. Bitte beachten Sie hier unbedingt die an Datensicherungen geknüpften Aufbewahrungsplichten.

5. Nutzen Sie sichere W-LAN-Infrastrukturen und Mobilgeräte
Es klingt einfach, sollte aber in dieser Auflistung trotzdem nicht fehlen. Nutzen Sie Funkverbindungen nur, wenn Sie unbedingt benötigt werden. Verbinden Sie sich ausschließlich mit WLAN-Umgebungen, die sich in einem bekannten Umfeld befinden. Seien Sie kritisch, wenn Ihnen das Heimnetz an davon entfernten Orten angeboten wird. Stellen Sie deshalb eine automatische Anmeldung in Ihrem Smartphone ab. Dies spart zudem als Nebeneffekt die Akkulaufzeit des Geräts.

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