Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

 

Update: Die Abgabefrist wurde bis zum 30.9.2020 verlängert.

 

Die Bundesregierung hat am 12.6.2020 die Eckpunkte für ein Bundesprogramm „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen.

Das branchenübergreifende Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von Juni bis August 2020 gewährt kleinen und mittelständischen Unternehmen grundsätzlich nicht rückzahlbare Zuschüsse zu den fixen Betriebskosten. Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.

Vorgesehen ist ein rein digitales Verfahren mit einem zentralen Portal, das vom Bund bereitgestellt wird. Die Registrierung für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer ist seit dem 8.7.2020 über die Website des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie möglich. Im Anschluss können die Anträge durch die vorgenannten Berufsgruppen gestellt werden. Gerne übernimmt Ihr Ansprechpartner bei der dhpg dies für Sie.

Wer wird gefördert und welche Voraussetzungen gibt es für die Beantragung?

Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren oder sich zum 31.12.2019 gemäß EU-Definition in Schwierigkeiten befunden haben, sowie Solo-Selbstständige, Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb und gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die Ihre Geschäftstätigkeit vollständig oder zu wesentlichen Teilen in Folge der Corona-Pandemie einstellen mussten. 

Dies wird grundsätzlich angenommen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen ist. 

Wer muss den Antrag stellen?

Bei der Antragstellung ist zwingend ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigter Buchprüfer einzubinden, der den Antrag im Namen des Antragsstellers einreicht. Eine Antragstellung ohne Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer ist nicht möglich.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten. Die Förderung betrifft die Monate Juni, Juli und August 2020. Die Überbrückungshilfe gewährt in diesem Zeitraum einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von:

  • 80 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch
  • 50 % der Fixkosten zwischen 50 % und 70 % Umsatzeinbruch
  • 40 % der Fixkosten zwischen 40% und unter 50 % Umsatzeinbruch

Liegt der Umsatz in einem Fördermonat bei wenigstens 60 % des Umsatzes des Vorjahresmonats, entfällt die Überbrückungshilfe anteilig für den jeweiligen Fördermonat.
Zudem gilt:

  • Die maximale Förderung beträgt 150.000 € für drei Monate.
  • Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 9.000 € für drei Monate.
  • Bei Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 15.000 € für drei Monate.
  • In begründeten Ausnahmefällen – z.B. Kleinunternehmen mit sehr hohen Fixkosten – können diese Höchstbeträge überschritten werden.

Förderfähige Kosten 

1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.

2. Weitere Mietkosten

3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen 

4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten 

5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV 

6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen 

7. Grundsteuern 

8. Betriebliche Lizenzgebühren

9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben

10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona Überbrückungshilfe anfallen 

11. Kosten für Auszubildende 

12. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 10 % der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig. 

13. Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.

Die Fixkosten der Ziffern 1 bis 9 müssen vor dem 1.3.2020 begründet worden sein. Zahlungen für Fixkosten, die an verbundene Unternehmen oder an Unternehmen gehen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben Unternehmens stehen, sind nicht förderfähig.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Website des Wirtschaftsministeriums NRW sowie in diesem Eckpunkte-Papier des Bundesministeriums der Finanzen. 

Bei der Antragstellung, insbesondere bei der Prüfung der Antragsberechtigung, sind Ihnen die Berater der dhpg sehr gerne behilflich. Sprechen Sie uns einfach an. 

Klaus Zimmermann

Steuerberater

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Jörg Friedrichsen

Steuerberater

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Daniela Lück

Steuerberaterin

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