IT-Sicherheitslage laut BSI angespannt

 

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat seinen Bericht für den Zeitraum 1.6.2019 bis 31.5.2020 vorgestellt und u.a. festgehalten, dass sich die Zahl der Angriffe auf Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS), sprich Dienstleister im Bereich medizinischer Versorgung, Strom, Wasser etc., gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt hat. Waren es im Jahr 2018 noch 145, wurden zuletzt 419 Meldungen verzeichnet. Schätzungen zufolge kursieren zudem rund 24,3 Mio. Patientendatensätze im Netz.

Zu den größten Cyberbedrohungen zählen laut Lagebericht des BSI Angriffe durch Ransomware, die sich gegen „Unternehmen, Behörden und andere Institutionen sowie […] Privatanwender“ richteten. Auch der Trojaner Emotet schaffte es wiederholt an die Spitze gefährlicher Schadprogramme; diese verzeichneten teilweise einen „überdurchschnittlich“ hohen Zuwachs von knapp 470.000 Varianten pro Tag.

Hinzu kamen in diesem Jahr Sicherheitslücken, die auf das Coronavirus, konkret auf die vermehrte Arbeit im Homeoffice, zurückzuführen seien. Durch den häufig spontanen Umzug an den Heimarbeitsplatz mangelte es vielerorts an soliden Sicherheitskonzepten, sodass sich neue Angriffsflächen boten. Zudem nutzten Hacker vor dem Hintergrund der Pandemie komplex angelegte Phishing-Kampagnen oder den CEO-Fraud, indem sie mit den Unsicherheiten der Menschen spielten.

Die Gefahrenlage hat sich drastisch verschärft und verlangt volle Aufmerksamkeit seitens Politik, Behörden, Unternehmen wie Privatpersonen. Die Experten der dhpg bieten hierfür spezielle Awareness Trainings an. 

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Markus Müller

Diplom-Wirtschaftsinformatiker, Certified Information Systems Auditor (CISA), Certified Data Privacy Solutions Engineer (CDPSE)

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Joerg Lammerich

Certified OSSTMM 3.0 Professional Security Tester

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